Bindung & Resonanz

In dieser Einheit werden die TeilnehmerInnen über die Sicht- und Vorgehensweise einer entwicklungsorientierten Vorgehensweise informiert. Um den unausgesprochenen Entwicklungsauftrag verstehen zu können eignen wir uns ein Grundverständnis für die phasentypischen Entwicklungsstufen eines jungen Menschen an.
Jede neuronale und psychische Entwicklungsphase beinhaltet eine proximale Entwicklungszone in dieser ein Mensch die entwicklungsspezifischen Lernaufgaben gut bewältigen kann, sich gefordert fühlt und Spaß macht. Diese Entwicklungszonen orientieren sich aber nicht nur am biologischen Alter, sondern an den Reifegraden der tatsächlichen Entwicklungsniveaus (neuronale und psychische). Wurden diese in der phasentypischen Reifezeit gestört (Bindungsstörung/Entwicklungsstörung) oder zu wenig gefördert befindet sich ein Mensch in einer dauerhaften Überforderungssituation, die er im weiteren Verlauf körperlich (somatisch), kognitiv (z.B. in Form von Konzentrationsstörung/Lernschwäche) und/oder in seinem Verhalten (psychisch) äußert.
In der Alltagsbegleitung dieser jungen Menschen sind u.a. Impulskontrollschwierigkeiten, starke Aggressionen mit verbaler/körperlicher Übergriffigkeit, als Symptome zu verstehen, die darauf hinweisen, dass pädagogische Interventionen allein nicht ausreichen werden, um ihn aus dieser Abwärtsspirale herauszuführen.

Für den Betreuungsalltag orientiert sich dann der eigentliche Arbeitsauftrag am erkennen der Signale und Zeichen die der junge Mensch (verbal und non-verbal) sendet und dem begleiten dieser Phänomene.

Fortbildungstermine für 2018

17./18.01. Bindung & Resonanz
14./15.02. Bindung & Resonanz
Leitung: Gerd Weiland

Lernziele

Im Basismodul lernen Sie, im Kontext von "Entwicklungsstörung" die Zusammenhänge von Resonanz und Bindung kennen, das Erkennen der Emotionen Ärger und Angst und den praktischen Umgang damit im Betreuungsalltag.

Inhalte

  • Das Phänomen Bindungsstörung
  • Die Bedeutung von Oxytocin
  • Stand der Mimikforschung
  • Test: Gefühle erkennen
  • Das limbische System – unser Emotionszentrum
  • Flucht, Angriff oder Erstarrung? Ärger oder Angst!
  • Erkennungsmerkmale der Mimik von Ärger und Angst
  • Prozessorientiertes Nutzen von emotionalen Signalen
  • Signale nutzen, um die Resonanz zu stärken
  • Den Bindungstanz eröffnen - der Transfer in den pädagogischen Alltag
  • Der Alltag als Übung

 

Dauer: 2 Tage
Investition: 265,00 €
Ort: unsere Räume 
Termine: 2018

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